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„Ping Pong” von Michael Frayn

Wir haben uns nicht verstanden. So könnte der zentrale Satz lauten, der sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Episoden von „Ping Pong 2.0“ zieht. Wieder geht es ums Kommunizieren in diesen kurzen Geschichten. Unseren Protagonisten vorzuwerfen, sie würden sich nicht in jeder Szene ums Verstanden-werden bemühen, wäre unfair. Wie auffällig anfällig das System des zwischenmenschlichen Informationsaustausches über Gefühle, Wünsche, Träume und Sehnsüchte ist, offenbart sich hier schnell. Hier wird sich auf Teufel-komm-raus missverstanden. Ob das wirklich nur äußeren Einflüssen, wie ständigen Lautsprecherdurchsagen oder nervtötenden Anrufbeantwortern geschuldet ist, oder mangelnder Geduld und hemmungslosen Übergriffigkeiten? Vielleicht auch nur dem neuerdings verpassten Mundschutz? So köstlich das einerseits sein kann, dennoch wird schnell klar: Die Sache mit dem gegenseitigen Verstehen kann knifflig sein.

 

Übersetzung: Ursula Lyn

Aufführungsrechte bei Hartmann & Stauffacher GmbH Verlag für Theater, Fernsehen, Hörfunk und Film

Autor Michael Frayn:

Michael Frayn wurde 1933 in London geboren und arbeitete zunächst als als Reporter, Übersetzer und Kolumnist, bevor er sich dem literarischen Schreiben widmete. Er veröffentlichte mehr als dreißig Theaterstücke. Seinen Durchbruch erreichte er 1982 mit dem Welterfolg „Der nackte Wahnsinn“. Die Komödie wurde 1992 mit den international bekannten Schauspielern wie u.a. Michale Caine und Christoper Reeve  in der Regie von Peter Bogdanovich verfilmt.