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„Ping Pong” von Michael Frayn bietet eine Reihe von Einaktern, die sich auf geistvoll-witzige Weise mit den Tücken der unseren Alltag bestimmenden Technik beschäftigen – und mit den Tücken zwischenmenschlicher Kommunikation. Nur zu häufig ist diese zwischenmenschliche Kommunikation zum Scheitern verurteilt, weil die technischen Kommunikationsmittel nicht beherrscht werden und ein Eigenleben führen. Natürlich auch, weil man einfach verlernt hat, miteinander zu reden. Diese grundsätzlich ernsten Themen werden hier in unterschiedlichen Konstellationen auf atemberaubend komische Weise aufgegriffen. Moderne Technologie, die unseren Alltag eigentlich angenehmer machen sollte, verfehlt ihren Zweck und führt über die aberwitzigsten Verwicklungen zum Zusammenbruch jeglicher Kommunikation – so zum Beispiel in dem Einakter „Ping”. Oder: Nach vielen – zu vielen? – Ehejahren gibt es nur noch belanglose Gespräche zwischen den Partnern. Auch mit Dritten kommt es zu keiner echten Kommunikation mehr, da man lieber über sie als mit ihnen spricht. Was zur Strafe – und sehr zum Vergnügen des Publikums – Peinlichkeiten am laufenden Band provoziert.

Quelle: Kleines Theater Brühl, 2010

Übersetzung: Ursula Lyn

Aufführungsrechte bei Hartmann & Stauffacher GmbH Verlag für Theater, Fernsehen, Hörfunk und Film

Autor Michael Frayn: 

Michael Frayn wurde 1933 in London geboren und arbeitete zunächst als als Reporter, Übersetzer und Kolumnist, bevor er sich dem literarischen Schreiben widmete. Er veröffentlichte mehr als dreißig Theaterstücke. Seinen Durchbruch erreichte er 1982 mit dem Welterfolg „Der nackte Wahnsinn“. Die Komödie wurde 1992 mit den international bekannten Schauspielern wie u.a. Michale Caine und Christoper Reeve  in der Regie von Peter Bogdanovich verfilmt.